12.07.2012

Neuer Marktplatz – Grüne: Offenbacher sollen flanieren statt hetzen

Die bisherigen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Umbau des Marktplatzes werden von der Stadtverordnetenfraktion von Bündnis 90/Die Grünen als Zeichen gewertet, dass die Bevölkerung überwiegend positiv auf eine Neugestaltung reagiert.

„Der Markplatzt muss ein attraktives Entree in die Innenstadt darstellen. Uns ist besonders wichtig, dass das Thema Klimaschutz, genauer die Anpassung des urbanen Raums an den Klimawandel stärker beachtet wird, d.h. der Platz soll in Zukunft mehr Bäume und Fassadenbegrünung aufweisen. Konkret soll geprüft werden, wie das städtische Programm zur Fassadenverschönerung der „aktiven Innenstadt“ hier stärker zwecks Begrünung von Fassaden zur Anwendung kommen kann. Der Platzcharakter des „Marktplatzes“ in seiner aktuellen Form ist kaum wahrnehmbar und muss verstärkt werden. Lärm und Abgase dominieren das Geschehen, dafür ist der zentrale Platz zu schade“, erläutert die Stadtverordnete Lucia Gerharz, die auch Mitglied im Ausschuss Umwelt, Planen und Bauen ist.
Mit einer Neugestaltung verbunden sind für die Grünen auch ökonomische Verbesserungen für die Situation des anliegenden Offenbacher Einzelhandels, etwa durch die Aufwertung des Shopping-Umfeldes rund um den Marktplatz. So wird eine Erhöhung der Fußgänger- und Kundenfrequenz im Bereich Marktplatz-Wilhelmsplatz erwartet.

Aus Sicht der grünen Stadtverordnetenfraktion müssen die verschiedenen Maßnahmen im Bereich des Durchgangverkehrs in ein Gesamtkonzept der Verkehrsführung für den Innenstadtbereich eingebunden sein. Es kann nicht Ziel der Maßnahmen sein, die Erreichbarkeit vorhandener Parkhäuser einzuschränken. Andererseits wird es ohne eine Einschränkung des Durchgangsverkehrs auf dem Marktplatz nicht gelingen, dort eine verbesserte Aufenthaltsqualität zu erreichen und die vorhandene Trennungswirkung von Frankfurter Straße und Wilhelmsplatz aufzulösen. Der Durchgangsverkehr wird ohne verkehrslenkende Maßnahmennicht eingedämmt werden können. Diese müssen im Zusammenhang mit einem genannten Gesamtkonzept betrachtet werden.

„Der Marktplatz muss in Verbindung mit dem Wilhelmsplatz gesehen werden. Ziel ist es, ihm ein ähnliches Flair zu verschaffen auch wenn die Rahmenbedingungen dies erschweren. Er hat sein Gesicht im Laufe der Zeit schon oft gewandelt. Er war auch schon einmal Straßen-bahnhaltestelle, nicht nur Bushaltestelle als die er heute leider vordringlich wahrgenommen wird. Heute gilt es, den Durchgangscharakter soweit wie möglich zu eliminieren und Berei-che für diverse Nutzungen zu schaffen, die den Aufenthalt angenehm erscheinen lassen und der Stadt ein attraktives Einfallstor bieten“, so Lucia Gerharz abschließend.

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