07.03.2017

"Fußgängerüberwege" Rede Sabine Grasmück-Werner

Stadtverordnete Sabine Grasmück-Werner

Zebrastreifen - für mehr Verkehrssicherheit an Schulen, Kitas, Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen

Stadtverordnete Sabine Grasmück-Werner

Sabine Grasmück-Werner zum Antrag "Fußgängerüberwege über die Helene-Mayer-Straße und über die Parkstraße an der Geleitsstraße" im Stadtparlament

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

Sie haben sich vielleicht gewundert, dass die KOA einen Änderungsantrag zu ihrem eigenen Ursprungsantrag eingebracht hat. Das ist dem Umstand geschuldet, dass wir nicht wussten, dass eine der aus unserer Sicht problematischen Stellen zeitgleich in der Verkehrskommission behandelt werden sollte. Wir waren davon ausgegangen, dass trotz des seit Jahren immer wieder geäußerten dringenden Wunsches der Leibnizschule, dort einen Zebrastreifen einzurichten, nichts weiter passieren würde. Davon ging jedenfalls auch die Schulleitung aus.

Wir haben nun festgestellt, dass noch Hoffnung besteht und in der Kommission doch über Maßnahmen beraten werden sollte. Allerdings fehlte in besagter Sitzung die geplante Präsentation. Und das Protokoll, womit sie verschickt werden sollte, haben wir auch noch nicht. Darum wollen wir uns hier nicht auf Fußgängerüberwege versteifen, sondern auf Sachkenntnis vertrauen. Deshalb haben wir in unserem Änderungsantrag dazu aufgefordert, die Sicherheit querender Personen, insbesondere der Kinder und Senioren an den beiden problematischen Stellen deutlich zu erhöhen. Wir bitten ferner die Verkehrskommission, geeignete Maßnahmen zu beraten. Wichtig wäre uns auch, hier die Meinung der Schulleitung der Leibnizschule einzubinden. Diese will nämlich den Übergang über die Helene-Meyer-Straße sicherer haben und interessiert sich weniger für den Isenburgring wie die Verkehrskommission. Eine Schulelternbeirätin hat dort übrigens auch einen Unfall beobachtet, was in der Kommission gar nicht bekannt war.

Es dauert zu lange bis ein Zebrastreifen da ist

Ich möchte für die Koalition auch noch einmal den 3. Absatz unseres Änderungsantrags begründen. Wir haben festgestellt, dass es in Einzelfällen viele Jahre dauern kann, bis ein gut begründeter Fußgängerüberweg eingerichtet wird, z.B. im Dreieichring hat es nach meiner Kenntnis etwa 7 Jahre gedauert. Die Koalition findet das zu lang! Angesichts der vielen neuen Kitas, Schulen und Seniorenzentren finden wir, dass nicht erst irgendwo ein Kind oder eine Seniorin überfahren werden müssen sollte, bis wir hier etwas schneller werden.

Wir wünschen uns mehr Informationen für uns als Stadtverordnete darüber, wo genau von Schulen, Kitas, Seniorenvertretern und anderen Bürgern Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit gefordert werden. Wir haben gehört, dass hierzu bereits eine Liste in Arbeit ist und denken, dass wir die Verwaltung nicht allzu sehr belasten werden.

Wir denken, dass auch viele Verkehrs- bzw. Fußgängerzählungen inzwischen längst überholt sind. Da lohnt sich ein genaues Hinsehen.

Antrag zeigt bereits heute Wirkung 

Ich glaube übrigens dieser Antrag hat heute schon Wirkung gezeigt: Ich hatte heute Mittag auf dem Hof des Altbaus der Leibnisschule Aufsicht und konnte so eine Stunde lang intensiv die Parkstraße beobachten. Dort befindet sich an der übernächsten Ecke Geleitsstraße die andere Stelle, die wir uns fußgängerfreundlicher wünschen. Ich wunderte mich, als ich da so stand über den plötzlichen Wandel! Denn die Autos fahren, nachdem sie schwungvoll aus der Bismarckstraße eingebogen waren, ab dem Schultor plötzlich viel langsamer als sonst! Als ich meinen Standort etwas änderte, sah ich auch den mobilen Blitzer, der kurz vor dem Schild stand, das Tempo 30 ein Stückchen hinter dem Schultor leider wieder aufhebt! Meine Damen und Herren, unsere Bemühungen um mehr Sicherheit für Schulkinder nehmen bereits Fahrt auf. Ich hoffe aber, dieses Tempo verlangsamt sich nicht wieder! Und Verbesserungen werden bleibend. Ich danke Ihnen und freue mich darüber, dass unser Antrag offensichtlich auch von der Opposition unterstützt wird.

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